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Freiwilligenarbeit unbezahlbar machen


Wie gelingt es, freiwillige Mitarbeitende zu finden, optimal zu betreuen und in die Organisation zu integrieren? Diesen Fragen widmeten sich Schweizer Behindertenfahrdienste an einer Fachveranstaltung im Technopark Zürich.

Mehr als 10 000 Fahrer und Fahrerinnen stehen in rund 55 verschiedenen Behindertenfahrdiensten schweizweit ohne Entgelt im Einsatz. Die Koordination dieser Freiwilligenarbeit verlangt viel Fingerspitzengefühl von den verantwortlichen Koordinatoren in den Nonprofit Organisationen (NPO). TIXI Zürich lud die Verantwortlichen aller Behindertenfahrdienste in der Schweiz zu einer Fachveranstaltung in den Technopark nach Zürich ein. Zwei Referentinnen beleuchteten die Herausforderungen der Freiwilligenkoordination aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Röbi Koller führte durch den Anlass und moderierte die abschliessende Diskussionsrunde mit Einbezug der Fachleute im Publikum.

Sibylle Studer präsentierte Erkenntnissen aus Ihrer Dissertation zum Thema Freiwilligenkoordination in Schweizer NPO. Am Center for Philanthropy Studies (CERN) in Basel erarbeitete sie unter anderem ein Modell zur integrierten Freiwilligenkoordination. Darin findet man einerseits Informationen zu nötigen Ressourcen, um die Koordination der Freiwilligenarbeit zu ermöglichen. Andererseits werden spezifische Jobeigenschaften aufgelistet, die eine Arbeit für Freiwillige attraktiv machen. Das Modell zeigt auch eine typische Prozesskette des Freiwilligenmanagements und legt die wichtigsten Interaktionspunkte in der Freiwilligenkoordination offen. Sibylle Studer betonte, wie wichtig dabei weiche Faktoren seien. «Herzkompetenz» sei charakterisierend für die Arbeit der Freiwilligen. Sie engagieren sich mit grosser Begeisterung. Als Gegenleistung erwarten Sie einen immateriellen Lohn in Form von Wertschätzung, Mitbestimmung, Wissensaufbau und ähnlichem.

Die Leiterin der Fachstelle BENEVOL Schweiz, Elsbeth Fischer, konzentrierte sich in ihrem Referat auf die Rekrutierung, die Führung und Anerkennung von freiwillig Engagierten. Sie betonte, «Die Begleitung der aktuellen Freiwilligen ist wichtiger als die Suche nach neuen. Gut betreute Freiwillige bringen aus eigenem Antrieb Freunde und Bekannte auf den Geschmack.» Es gelte aufzuzeigen, was die Arbeit der Freiwilligen bewirke und jedem Freiwilligen Anerkennung im Alltag zukommen zu lassen. «Ein guter Freiwilliger ist stolz auf sein Engagement.» Zu Recht, denn nicht bezahlte Arbeit ist für die Schweiz unbezahlbar.

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